Rasseporträt: Der Schafpudel

Die Hunderasse ist nicht sonderlich bekannt, wie ich es immer wieder an den Reaktionen der Leute feststellen muss. „Schafpudel? Also ein Doodle meinen Sie?“ – Nein Schafpudel!

Der Name Schafpudel ist vermutlich nicht auf die Verwandtschaft mit dem so gängigen Pudel zurückzuführen. Er beschreibt eher das zottelige und leicht lockige Aussehen der Rasse. Der Schafpudel wurde ursprünglich zum Hüten, Treiben und Beschützen von Schafen gezüchtet. Ein Arbeitshund, der sehr schnell lernt und auch teilweise Aufgaben selbstständig bewältigt hat.

Arthur, Schafpudel

Er hat eine Widerristhöhe von 45 bis 60 cm und wird ca. 17 bis 30 kg schwer. Der Schafpudel und das kann ich ganz klar bestätigen, legt ein ausdauerndes, sehr robustes und temperamentvolles Verhalten an den Tag und ist dabei intelligent und sehr lernfähig.

Außerdem kann man sagen, dass er für sein Durchsetzungsvermögen bekannt ist. Aufgrund seiner temperamentvollen Art gilt der Schafpudel als kein Anfänger Hund. Eine frühzeitige und konsequente Erziehung spielt hier eine große Rolle, wobei ich persönlich finde, dass das grundsätzlich bei jeder Rasse Hund ein Grundbaustein sein sollte. Der Schafpudel kann sehr stur sein, er verzeiht ungern Fehler und kann sich schnell vernachlässigt fühlen, was er dann auch ganz klar zeigt. Daher kann seine kernige Art manchmal auch schwer zu Händeln sein.

„Ein wahrer Freund und Begleiter

für jedes Abenteuer“

Der Schafpudel

Heutzutage gibt es leider wenige Wanderschäfer, daher nimmt der Schafpudel häufig seinen Platz als Familienhund ein. Meiner Meinung nach kann er als Familienhund – vor allem mit kleinen Kindern – sehr schwer integriert werden. Aber da ist natürlich auch jeder Hund individuell. Der Schafpudel weiß immer, zu welchem Familien-Rudel er gehört und begleitet sowie schützt seine Familie. Sein gewisser Schutztrieb lässt sich vor allem in seinem Revier zeigen, dort bewacht und verteidigt er. Ich habe es ihm auch bei der Erziehung nicht abtrainiert, da ich es gut finde, wenn mein Hund unser Revier / zu Hause beschützt und Bescheid gibt, wenn es nötig ist.

Der enge Kontakt zu seinem Familien-Rudel ist ihm sehr wichtig und er zeigt sich hier von der sanftmütigen und anhänglichen Seite. Ein Zuhause mit sportlich ambitionierten Besitzern für lange Spaziergänge, Radtouren, Wanderungen oder Ausritte mit Pferd sind genau das Richtige für einen Schafpudel.

Die Fellpflege kann sehr anspruchsvoll sein, allerdings habe ich da mit meinem Arthur Glück gehabt, denn er hat relativ robustes Fell, welches auch nicht so schnell verfilzt. Generell aber neigen die langen Haare und die dichte Unterwolle dazu, sich schnell zu verfilzen und dann ist das Durchkämmen eine Qual für Hund und Halter. Regelmäßige Fellpflege am besten tägliches Ausbürsten steht also an. Das lange Fell im Gesicht sollte man um die Augen unbedingt frei schneiden, immerhin kennt man doch selbst die nervige Frisur, wenn man mal einen langen Spaziergang macht oder zum Sport geht… 

Der Schafpudel ist eigen und temperamentvoll, aber vor allem der beste Begleiter und Partner, den ich mir wünschen könnte. Es sind ganz besondere Hunde – das steht fest!

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